Pädagogische Konzeption und Schwerpunkte

Pädagogische Konzeption

1. UNSER BILD VOM KIND

Alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft und Muttersprache, unabhängig von ihrem Elternhaus und ihrem Umfeld stecken voller Ideen und sind neugierig auf alles, was um sie herum passiert. Sie brauchen Raum und Zeit, um ihre Talente zu entfalten, sich selbst und die Welt zu entdecken. Sie haben ein Recht auf lebenslanges Lernen – von Anfang an. Da jedes Kind einzigartig und auf seine Art liebenswert ist, sind wir bestrebt seine Individualität zu fördern. Jedes Kind, das unsere Einrichtung besucht, ist eine individuelle Persönlichkeit. Es wird von uns mit seinen Stärken und Schwächen akzeptiert und in seinen Gedanken, Werten, Gefühlen und in seinem Handeln ernst genommen. Es soll sich nach seinen Interessen und Möglichkeiten in seinem eigenen Lerntempo weiterentwickeln können. Dabei möchten wir es unterstützen und ein Stück seines Lebens begleiten.

Eine vertrauensvolle Atmosphäre gibt dem Kind Sicherheit, sich zu öffnen, Gefühle zu zeigen und sich etwas zuzutrauen. Es erfährt im Zusammenleben Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und gegenseitige Achtung und Wertschätzung. Durch Rituale geben wir dem Kind Zuversicht, Vertrauen und Sicherheit. Im Kindergartenalltag lernen die Kinder durch Erfahrungen und durch eigenes, selbständiges Tun. Kindliche Neugierde und Wissensdurst sind wesentliche Merkmale in dieser Entwicklungsphase.

Wir bieten dem Kind eine anregende, vorbereitete Umgebung, in der es viel zu sehen, zu begreifen und auszuprobieren gibt. Bei uns leben Kinder mit anderen Kindern zusammen und erfahren im Umgang mit ihnen auch die Einzigartigkeit der anderen. Wundern und Staunen über andere darf bei uns stattfinden. Sei es eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung, eine andere Hautfarbe, andere familiäre Verhältnisse, ein anderer Gott oder sei es, dass ein Kind einfach anders sein will – Jedes Kind wird mit seinen unterschiedlichen Bedürfnissen anerkannt und hat ein Recht, am Leben in der Gemeinschaft im Kindergarten teilzunehmen. Wir Erzieherinnen achten sehr auf einen wertschätzenden Kontakt zu jedem einzelnen Kind, doch ebenso unterstützen wir die achtvollen Beziehungen der Kinder untereinander. Als katholische Einrichtung ist der christliche Glaube für uns Grundlage der Erziehung. Wir möchten den Kindern vermitteln: "In Gott sind wir geborgen. Wir sind von ihm erwünscht und geliebt."

2. UNSERE PÄDAGOGISCHE ARBEIT

Entscheidende Ziele frühkindlicher Pädagogik sind:

• Das Erlernen eines grundlegenden Vertrauens in die Welt und in das Leben,

• Die Unterstützung der Hoffnung auf ein sinnerfülltes Leben,

• Die Entwicklung einer eigenen unverwechselbaren Identität

• Die Entwicklung eines verantwortlichen Umgangs mit

anderen, der Natur und dem Leben insgesamt.

Unsere Ziele in der pädagogischen Arbeit beziehen sich auf drei Kompetenzbereiche, die in Verbindung stehen und sich gegenseitig beeinflussen:

ICH-KOMPETENZ – Stärkung der eigenen Persönlichkeit

• Sich selbst und seine Umwelt (Menschen, Tiere, Natur) wahrnehmen, annehmen und wertschätzen

• Eigene Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen, ausdrücken und angemessen damit umgehen können

• Selbstbewusst und kritikfähig sein

• Eigenmotivation wie Neugierde und Lebensfreude entwickeln

• Verantwortung für das eigene Tun übernehmen

• Freude an Bewegung entwickeln, auf den Körper achten

• Vertrauen in die eigenen Kräfte und das Bewusstsein entwickeln, selbst etwas bewirken zu können

SOZIALE KOMPETENZ – Entwicklung von Gemeinschaftssinn

• Gefühle anderer wahrnehmen und achtsam miteinander umgehen

• Konflikte aushandeln/ aushalten und Kompromisse schließen (Frustrationstoleranz)

• Verständnis für andere entwickeln, sich gegenseitig helfen und wertschätzen

• Die Notwendigkeit von Regeln erkennen, diese einüben und einhalten

• Vorbildfunktion von uns ErzieherInnen

SACHKOMPETENZ – Weiterentwicklung und Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten

• Kognitive, praktische und kreative Fähigkeiten ausbilden und einüben

• Konzentration und Ausdauer entwickeln

• Wissen erwerben und an andere Kinder weitergeben

LERNMETHODISCHE KOMPETENZ – Erschließung und Aneignung von Wissen

• Bewusst erkennen, wie man Wissen erwirbt und diese Methode nach Bedarf einsetzen zu können

• Fähigkeit, aus der Flut von Informationen das Unwichtige und Überflüssige auszufiltern

• In der Lage sein, bestimmte Informationen für den eigenen Wissenszuwachs zu nutzen und deren Bedeutung für die Bearbeitung einer Frage oder eines Problems erkennen

Unser Leitspruch der pädagogischen Arbeit:

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ nach Maria Montessori

3. UNSERE BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSBEREICHE

Bildung ist ein kontinuierlicher, lebenslanger Prozess der Weiterentwicklung. Er umfasst sämtliche Bereiche des menschlichen Seins: Körper, Geist und Seele.

Bildung erfordert Eigeninitiative, Anknüpfung an Bekanntes und wird bereichert und angeregt durch Austausch mit anderen Menschen. So werden Zusammenhänge hergestellt und Wissen vernetzt. Jedes Kind soll sich wohl fühlen und frei entfalten können. Nach und nach werden die Kinder erfahren, dass ihr eigenes Wohlbefinden auch damit zusammenhängt, wie sich die anderen fühlen. Deshalb gehören für uns Eigensinn und Gemeinsinn, Selbstbestimmung und Solidarität zusammen. Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft, gegenseitige Wertschätzung und Verständnis sind wichtige Werte im Leben innerhalb und außerhalb unserer Einrichtung.

Das heißt für unsere pädagogische Arbeit:

Wir geben den Kindern Freiraum – Zeit und Raum – um Neues auszuprobieren und zu erfahren.

Unsere Raumgestaltung und das Materialangebot sollen kindliche Neugier wecken und zum Erkunden und Experimentieren einladen. Die einzelnen Bildungsbereiche sind nicht isoliert voneinander, sondern vernetzt. Lernen ist immer eingebettet in einen Bezugsrahmen und knüpft an die unterschiedlichen Fragen und Entwicklungsstände der einzelnen Kinder an. Wir orientieren uns bei der Umsetzung der verschiedenen Bildungsbereiche am Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die Baden-württembergischen Kindergärten.

"Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll, dann kann ich auch, wenn ich muss."

Ein Grundsatz unsere Einrichtung lautet „Erst Bindung (zur Fachkraft) - dann Bildung“. Wenn ein Kind sich selbst wahrnehmen und annehmen kann, lernt es dies auch mit seinen Mitmenschen. In Kreisspielen, Geschichten, Bilderbüchern, religiösen Erzählungen und gelenkten Aktivitäten - aber ebenso im gesamten Tagesablauf sensibilisieren wir die Kinder, ihre eigenen Gefühle, sowie die ihrer Mitmenschen wahrzunehmen und zu respektieren. Hierbei spielt das Mitgefühl eine große Rolle. Durch dieses „Miteinander“ entstehen Bindungen und diese ermöglichen es den Kindern in allen Bereichen zu „wachsen“.

3.1 BILDUNG DURCH SELBSTBESTIMMTE LERNZEIT

Das kindliche Spiel ist die ursprünglichste Form des Lernens. Die Kinder lernen der Welt spielend zu begegnen, sie zu verstehen und zu begreifen. Das Spiel ist für die kindliche Entwicklung unersetzbar. Lernen und Spielen sind für Kinder ein und dasselbe. Im Spiel verwirklichen sich sowohl die allgemein menschlichen Lerngrundsätze wie auch die spezifischen Bedingungen des kindlichen Lernens auf ideale Weise. Spielen ist die dem Kind eigene Art, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, sie zu erforschen, zu begreifen, zu „erobern“. (Siehe Orientierungsplan)

Bei dieser scheinbar so mühelosen, dem inneren Antrieb folgenden, oft in der Sache versunkenen Beschäftigung durchläuft das Kind die wichtigsten Lern- und Entwicklungsprozesse der frühen Lebensjahre. Spiel, Lernen und Entwicklung sind untrennbar miteinander verbunden.

Freispielphasen erwecken sehr oft den Eindruck, die Kinder machen was sie wollen und die pädagogischen Fachkräfte sitzen abseits und haben keinen Einfluss auf das Geschehen. Für die Kinder bedeutet Freispiel in möglichst freier Selbstbestimmung ihre Tätigkeit wählen und spontan auftretenden Spielbedürfnissen nachgehen zu können. Die Kinder beginnen mit ihrem Spiel unabhängig davon, ob sie sich in einer „vorbereiteten“ Umgebung befinden oder nicht. Wir können sagen, Freispiel ist im Kindergarten ein Spiel mit der Qualität zur Spontanität. Beim Spiel kommt uns Erwachsenen keinerlei Funktion zu, es sei denn, wir werden zum Zuschauen aufgefordert oder wir müssen bei Gefahr eingreifen. Zusätzlich hat er ebenso die wichtige Aufgabe des Beobachtens. Daraus können neue Spielimpulse gegeben werden.

Das Freispiel ist ein vom Kind selbst initiiertes Spiel. Ein wichtiger Bestandteil des Freispiels ist zusätzlich das angeleitete Spiel. Dieses beinhaltet Tätigkeiten, bei denen wir pädagogischen Fachkräfte die Anleitenden, bzw. die Agierenden und die Kinder mehr in der ausführenden und aufnehmenden Rolle sind. Beispiel hierfür sind das Singen, Erzählen, kreativ sein, Rhythmik, ... Die Initiative geht von uns aus, welche die Kinder auffordert allein oder in der Gruppe mit zu machen, z.B. Tischspiele, Puzzle, Bücher schauen/ vorlesen. Diese Form des Spiels hat zum einen die Aufgabe, das Gemeinschafts-Erleben im Miteinander Tun zu stärken, Lernprozesse aufzunehmen und zum anderen dient ein großer Teil dazu Anregungen zum eigenen spontanen Tun für das Freispiel zu übernehmen. In den gelenkten Aktivitäten ist es für uns wichtig, das Ganze in Kleingruppen stattfinden zu lassen, z.B. bei Exkursionen, im Umgang und Kennen lernen von unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen, bei Spaziergängen und Naturbeobachtungen, in der Wissensvermittlung anhand von Kleinprojekten, bei Festen, etc. In unserer Aufführung ist klar zu erkennen, dass die Kinder in unserer Einrichtung mit beiden Formen des Freispiels unter einer ganzheitlichen Förderung stehen, und ihnen die Möglichkeit gegeben wird späteres Lernen und Wissensaufnahme durch die Förderung der Lernbereitschaft zu erleichtern. Ebenso wesentlich zu erkennen ist, dass im Freispiel die Förderung der Lernkompetenz einen wesentlichen Bestandteil ist, da in dieser Zeit den Kindern die Freiheit gegeben wird, mit den möglichen bereitstehenden Ressourcen ihre individuelle Lernweise herauszufinden.

„Wenn man genügend spielt, solange man klein ist, trägt man Schätze in sich herum, aus denen man später sein Leben lang schöpfen kann“ (Astrid Lindgren)

3.2 VIELES IST IN BEWEGUNG

Mit dem Körper sich selbst und die Welt entdecken und verstehen, so sieht es der Orientierungsplan vor. Kinder brauchen Bewegung, sie haben einen inneren Bewegungsdrang. Bewegung fördert die kognitive Entwicklung im Kindesalter und schult die Wahrnehmung der Kinder. Je jünger die Kinder sind, desto mehr sind sie beim Erwerb von Kenntnissen auf Handlung, auf Tun, auf Bewegung angewiesen. Lernprozesse geschehen nur über Bewegung und Wahrnehmung, über konkretes Handeln und den Einsatz der Sinne. Dabei werden vor allen Dingen das Körperbewusstsein, das Koordinationsvermögen und der Gleichgewichtssinn gefordert und weiterentwickelt. Körpererfahrungen können als unmittelbares Erleben des „Ich“ aufgefasst werden. Dies ist notwendig für den Aufbau des Selbstbewusstseins und für eine positiv empfundene Selbstwahrnehmung.

„Bewegung, Spiel und Spaß“ heißt es für unsere Regenbogen- und Blumenkinder, wenn sie einmal in der Woche in der Turnhalle der Grundschule Altheim turnen dürfen. Begeistert sind die Kinder vor allem vom großzügigen Platzangebot und den vielfältigen Sportgeräten. Auch die Sonnen- und Sternenkinder kommen nicht zu kurz – sie turnen im Bewegungsraum des Kindergartens.

3.3 KREATIVITÄT

Die Förderung der Kreativität ist ein zentrales Ziel unserer Einrichtung. Kreativ sein bedeutet: Schöpferisch sein, neue Ideen entwickeln, Fantasie entfalten und fähig sein, eigene originelle und individuelle Wege zu gehen. In unserer Einrichtung ermöglichen und fördern wir unterschiedlichste Darstellungs- und Ausdrucksformen zum Beispiel durch Rollenspiel, Puppenspiel, Theater, Geschichten erzählen, Malen und Gestalten, Singen und Musizieren, Experimentieren und Forschen. Das schöpferische Tun wird von uns nicht bewertet, sondern wir sehen es als kreative Form der Kinder, ihre Eindrücke zu verarbeiten und diesen Ausdruck zu verleihen.

3.4 SINNE/ WERTE/ RELIGION

Kinder begegnen der Welt grundsätzlich offen und entwickeln vom ersten Lebenstag an in der Interaktion Vorstellungen von sich selbst, der Welt und dem Leben mit anderen. So wird das eigene Erleben, Denken, Urteilen und Handeln zunehmend ausgeformt. Dabei müssen Kinder mit der Fülle von Eindrücken, Erfahrungen, Anforderungen und Begegnungen zurechtkommen. In der Auseinandersetzung mit ihren Bezugspersonen – Gleichaltrigen, Eltern, Erzieherinnen – bauen Kinder Werthaltungen und Einstellungen auf und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir möchten den Kindern Wegbegleiter sein, indem wir ihnen vertrauensvolle Grunderfahrungen ermöglichen. Uns ist es wichtig, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten, in unserer Einrichtung religiöse Erfahrungen zu sammeln und sich mit religiösen und ethischen Fragen auseinanderzusetzen. Wir möchten den Kindern ermöglichen, auch Andersdenkenden mit Achtung zu begegnen. Dadurch kann sich die Grundhaltung entwickeln, die von Wertschätzung und Respekt vor anderen Menschen sowie von Achtung gegenüber der Natur und der Schöpfung geprägt ist.

Der Weg der ganzheitlichen religiösen Erziehung nach Franz Kett hat die Ausbildung vom Eigen-Sinn des Kindes zum Gemein-Sinn und das Erspüren von Lebens-Sinn zum Ziel.

Wir praktizieren neben diesem religionspädagogischen Ansatz nach Kett auch andere. Wir wollen damit die Kinder mit allen Sinnen ansprechen. Durch Rhythmikübungen, Rollen- und Identifikationsspielen, Tänzen, kindgerechten Texten von biblischen Geschichten und dem Legen von Bodenbildern mit verschiedenen Materialien sind die Kinder ganzheitlich eingebunden.

Die christlichen Feste im Jahresverlauf gestalten wir in vielfältiger Form auf kreative Weise.

In regelmäßigen Abständen beteiligt sich unsere Einrichtung an den Gottesdiensten der Kirchengemeinde im Jahreslauf. Wöchentlich findet eine „religiöse Runde“ mit allen Kindern und Erzieherinnen statt.

Des Weiteren setzten wir uns tagtäglich mit einem fairen Umgang, Achtsamkeit gegenüber sich selbst- den anderen- der Natur auseinander.

3.5 GEFÜHL UND MITGEFÜHL

Menschliches Handeln ist begleitet von Emotionen. Da sie zum täglichen Erleben gehören will der Umgang mit ihnen gelernt sein. Damit ein Kind lernt, mit seinen Gefühlen umzugehen, muss es folgende Fähigkeiten erwerben:

• Ein Kind merkt, wenn ein Gefühl, z.B. Wut, von ihm Besitz ergreift. Hier geht es um Selbstreflexion, d.h. um das Bewusstsein für die eigenen Emotionen. Ein Kind soll erkennen, seinen Gefühlen nicht wehrlos ausgeliefert zu sein. Wenn ein Kind wütend ist, ist das „um-sich-schlagen“ ein natürlicher erster Handlungsimpuls. Hierbei unterstützen wir es, dass es lernt, seine Gefühle in einer sozial verträglichen Weise zuzulassen und auszudrücken.

• Neben diesem angemessenen Umgang mit den eigenen Emotionen soll auch die Fähigkeit zur Resilienz entwickelt werden. Ein Kind ist dann in der Lage, Schwierigkeiten und Belastungen zu bewältigen und mit den daraus entstehenden negativen Emotionen wie Wut und Trauer umzugehen.

• Sind das Bewusstsein für und der Umgang mit den eigenen Gefühlen erlernt, kann das Kind den nächsten Schritt vollziehen: Das Kind kann sich Einfühlungsvermögen und Mitgefühl aneignen. Hier geht es darum, die Emotionalität anderer Menschen wahrzunehmen und darauf angemessen zu reagieren. Eine wünschenswerte Reaktion wäre es, es einen wütenden Spielkameraden nicht noch weiter zu ärgern, sondern ihm einfühlsam zu begegnen.

Wir Fachkräfte haben hier die Aufgabe, Prozesse anzuregen und Grundsteine für die soziale und emotionale Entwicklung des Kindes zu legen. Uns ist hierbei wichtig, dass jedes Kind Orientierungsmöglichkeiten in der Kindergruppe erhält und auch Rückzugsmöglichkeiten findet. Innerhalb des Kindergartenalltags erleben die Kinder eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sie auch ihre Ängste und Sorgen anderen mitteilen können. Mithilfe einer „Gefühlsuhr“ oder „Erzählrunde“ werden regelmäßig alle Kinder im Morgenkreis aufgerufen, ihre momentane Gefühlslage zu beschreiben und auch zu hinterfragen, was anders gemacht werden kann, damit es sich z.B. besser, fröhlich, glücklich fühlt. Hierbei bekommt jedes Kind die Möglichkeit, die Gefühle der anderen Kinder zu erkennen. Auch durch verschiedene Bilderbücher werden im Alltag der Kinder Gefühle unterschiedlicher Identifikationsfiguren entdeckt. Im Gespräch gewährleisten wir Fachkräfte, dass sich die Kinder gegenseitig zuhören und sich austauschen. In bestimmten Situationen wird auch überlegt, wie man anderen helfen könnte oder wie sie anderen eine Freude machen können.

3.6 RUHEN UND ENTSPANNEN

Gerade heute in unserer schnelllebigen, hektischen und lauten Zeit spielt das „zur Ruhe kommen“ eine große Rolle. Betreuungszeiten für Kinder werden immer länger. Ständig in Gemeinschaft mit anderen zu sein, ist sehr anstrengend. Deshalb brauchen Kinder Auszeiten – Zeiten, in denen sie zur Ruhe kommen und sich selbst wieder spüren können. Entspannung und Schlaf sind somit auch wichtige Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit. Eine gesunde Entwicklung und die Verarbeitung von Erlebten sind nur in Verbindung mit Entspannung möglich. Entspannung und Erholung sind ein Grundbedürfnis und deshalb genauso wichtig wie z.B. die Nahrungsaufnahme. In unserer Einrichtung gibt es einen „Schlaf-/ Ruheraum“, in den sich die Ganztageskinder nach dem Mittagessen zurückziehen. Die Kinder werden beim Einschlafen von einer pädagogischen Fachkraft unterstützt und begleitet.

Mithilfe der Faultier-Handpuppe „Hanno Entspanno“ und der Entspannungstruhe möchten wir den Kindern Möglichkeiten anbieten, um zu entspannen, sich zu spüren, den eigenen Körper wahrzunehmen. Die Entspannungspädagogik stellt eine unglaublich wertvolle und wunderschöne Möglichkeit dar, um Kinder vertrauensvoll ins Leben zu begleiten, Achtsamkeit zu erleben und ihre Persönlichkeit zu stärken.

3.7 MUSIK

Musik ist eine elementare Erfahrung und begleitet uns ein Leben lang. Sie bietet die Möglichkeit, Gefühle auszudrücken und kreativ zu sein. Es ist uns ein Anliegen, Interesse und Freude an der Musik zu wecken und zu vertiefen. Musik, Bewegung und Sprache verbinden sich auf ganz natürliche Weise. Musikalische Erfahrungen gehören zum Alltag des Kindergartens und können sich in vielfältiger Weise zeigen: Lieder, Klanggeschichten, Umgang mit Instrumenten, Tanzen, Musik hören, Hörspiele und mehr sind in den Alltag integriert und fördern ebenfalls das Sprachbewusstsein der Kinder.

3.8 MEDIEN

Medien sind Mittel zur Kommunikation, die durch Vervielfältigung und Verbreitung in Form von Schrift, Bild oder Ton Inhalte an Menschen weitervermitteln und so öffentlich weitergegeben werden. Zu den klassischen (Massen) Medien, wie Zeitung, Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen gewinnt das Internet zunehmend an Bedeutung. Medien im Bereich unserer Arbeit meint die Nutzung und den Umgang mit einer Auswahl der Medienvielfalt, die heute existiert. Da die kindliche Lebenswelt stark von Medien geprägt wird und diese uns ständig begleiten ist es uns besonders wichtig, den Kindern einen sinnvollen, angemessenen Umgang mit Medien aufzuzeigen. Foto, Audio, Video, und Computer sind Medien, welche aktiv in unserer täglichen Arbeit Einsatz finden. Ob beispielsweise bei der Erarbeitung und Gestaltung von Projekten oder der Vorbereitung von Entwicklungsgesprächen. Die Digitalkamera z.B. gehört zu unserem Tagesablauf wie Spielen oder nach draußen gehen. Bei Ausflügen, den Treffen der altershomogenen Gruppen, Festen oder dem Tagesgeschehen begleiten sie uns als Instrumente unserer täglichen Arbeit. Einen kleinen Einblick erhalten Eltern, Kinder und Besucher über den digitalen Bilderrahmen in Eingangsbereich.

4.ÜBERGÄNGE DES KINDES/ TRANSITIONEN

Übergangssituationen erfordern immer die besondere Aufmerksamkeit aller Verantwortlichen, sei es der Übergang von der Familie in den Kindergarten oder vom Kindergarten in die Schule.

4.1 EINGEWÖHNUNG IN DER KRIPPE UND IM KINDERGARTEN

Eine sanfte Eingewöhnung der Kinder in unserer Sternen- und Sonnengruppe in Zusammenarbeit und Absprache mit den Eltern und Erzieherinnen ist uns sehr wichtig. Wir orientieren uns am Berliner Eingewöhnungsmodell. Dieses besteht aus 3 Phasen.

1. Die Grundphase: Hier begleitet ein Elternteil das Kind die ganze Zeit über. Die Erzieherin nimmt über Spielangebote Kontakt zum Kind auf.

2. Die Stabilisierungsphase: Ein kleiner erster Trennungsversuch kann unternommen werden. Die Erzieherin übernimmt zunehmend die Versorgung des Kindes.

3. Die Schlussphase: In dieser Phase sollten die Eltern jederzeit erreichbar sein.

Das Eingewöhnungsmodell wird individuell und auf die Persönlichkeit des Kindes abgestimmt.

Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind Vertrauen zur Erzieherin gefasst hat, wenn es sich ihr zuwendet und sich von ihr beruhigen, trösten und ermutigen lässt. Eine gelungene Eingewöhnung - Hand in Hand mit den Eltern - ist entscheidend für weiteres Wohlbefinden und die gesunde Entwicklung der Kinder. Nur wenn die Eingewöhnung gut verlaufen ist und eine sichere Bindung zur Fachkraft entstanden ist, ist das Kind dazu fähig, zu spielen und damit zu lernen.

Erst Bindung – dann Bildung

4.2 ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN

Ein offener Umgang innerhalb unserer Einrichtung bei alltäglichen Begegnungen auf dem Flur, dem Bewegungsraum oder dem Spielplatz zwischen Krippenkindern, Kindergartenkindern und den Erzieherinnen trägt zu einem selbstverständlichen Miteinander von Krippe und Kindergarten bei. Hier werden erste Kontakte hergestellt. Vor dem Wechsel in die Kindergartengruppe hospitiert die zukünftige Gruppenerzieherin bei den Kleinkindern und baut so eine Brücke für den Übergang. Ebenso kommt das Krippenkind mit seiner Fachkraft (oder auch ohne, wenn es dazu bereit ist) in die oberen Räumlichkeiten. Somit erleben die Kinder den Wechsel von den Sternen- zu den Sonnenkindern sehr weich, da sie schon zahlreiche Begegnungen mit den Kindergartenkindern Ü3 und den Fachkräften gehabt haben.

Die Kinder, die aus der Familie kommend im Kindergarten anfangen erhalten individuelle Hilfestellung bei der Eingewöhnung. Obwohl wir uns am Berliner Eingewöhnungsmodell anlehnen, gestalten wir jede Eingewöhnung individuell abgestimmt auf das Kind und die Erziehungsberechtigten.

4.3 ÜBERGANG KINDERGARTEN - SCHULE

Die Vorschul- bzw. Regenbogenkinder werden durch mehrere Kontakte an die Grundschule herangeführt. Durch eine intensive Schulkooperation wird den Kindern der Übergang zur Schule erleichtert. Die Kinder lernen sowohl das Schulhaus als auch einzelne Lehrkräfte und den Unterricht kennen. Unsere Einrichtung beteiligt sich an dem Projekt „Schulreifes Kind“. Dies bedeutet eine intensive Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule im Ort. Die Teilnahme an diesem Projekt kommt allen Kindern im letzten Kindergartenjahr zugute. Die Eltern werden über einen Informationsabend sowie gemeinsame Elterngespräche zu Beginn der Kooperation und nach einem halben Jahr eingebunden.

Besondere pädagogische Aktivitäten

FAIRE KITA

Eine Faire Kita ist eine Kita, in der Globales Lernen zum Alltag der Kinder gehört. Die Vielfalt unserer Welt wird im Globalen Lernen mit allen Sinnen erfahrbar. Es hilft den Kindern in der Kita, unsere Welt als „Eine Welt“ zu verstehen. Globales Lernen ist eine Antwort auf die Globalisierung und den damit verbundenen Risiken: ganzheitlich und weltweit. Fühlen, Denken, Urteilen und Handeln, Identität und Weltsicht sind wichtige Lernfelder. Der Faire Handel bietet sehr viel Potential als Einstieg in die Themenwelt von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globalem Lernen.

Unsere Einrichtung hat sich im Sommer 2018 als „Fairer Kindergarten“ zertifiziert und übernimmt durch die Verwendung von fairen Produkten wie Kaffee, Orangensaft, Bananen, Schokolade oder Musikinstrumenten wie Trommeln Verantwortung für einen fairen und nachhaltigen Konsum. Globales Lernen ist ein wichtiges Thema in der Bildungsarbeit mit den Kindern in einer Fairen KITA. Spielerisch und mit allen Sinnen können Kinder bereits im Kindergarten lernen, dass die Waren, von denen sie umgeben sind, eine Herkunft haben. Ein Blick über den Tellerrand zu den Familien in anderen Teilen der Welt, die z.B. Baumwolle für unsere T-Shirts anbauen, kann helfen die Welt zu verstehen. Kinder lernen in einer Fairen KITA Zusammenhänge kennen, die ihr Weltverstehen und ihr Gerechtigkeitsempfinden schärfen. Sie lernen, mit Vielfalt respektvoll umzugehen und werden vorbereitet für ein Leben in der globalisierten Welt. Nur wenn zukünftige Generationen für diese Inhalte sensibilisiert werden, kann das Konzept nachhaltigen Lebens und Handelns in den Mittelpunkt der Gesellschaft getragen werden. FaireKITAs sind Orte gelebter Solidarität und Vorreiter in der Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kinder in der Bundesrepublik Deutschland. Wir möchten als Einrichtung mit der Umsetzung vor allem die Prinzipien der Gerechtigkeit und den Erhalt der Natur als Lebensgrundlage für alle Menschen unterstützen. Uns ist es wichtig, die Kinder für den Gedanken des fairen Handels zu sensibilisieren. Unsere Einrichtung beteiligt sich jedes Jahr bei „Weihnachten Weltweit“, der fairen Mitmachaktion für Kita und Grundschule in der Adventszeit. Bei der Aktion geht es mit Spaß und Kreativität für eine gerechtere Welt darum, hochwertige Kugeln, Engel, Sterne oder Herzen aus fairem Handel in der Kindergruppe zu individuellem Weihnachtsschmuck zu gestalten. Diese Bildungsaktion verbindet Spaß mit interkulturellem Lernen und eröffnet Kindern einen praktischen Zugang zum Fairen Handel. In der Adventszeit beschäftigten wir uns dann mit der Herstellung der „Fair Trade Produkte“ und den Arbeitsbedingungen in diesen Ländern. Die Kinder sind gespannt auf weitere Projekte, beispielsweise wie ein Fußball entsteht, wie der Weg von der Kakaobohne zur Schokolade funktioniert oder wie bestimmte Sachen hergestellt werden. Für die spielerische Umsetzung dieser Inhalte in unserem Kindergartenalltag wird unsere Handpuppe „Der faire FAIRdinand“ eingesetzt.

KOMMUNIKATION/ ABENTEUER SPRACHE

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ (Ludwig Wittgenstein)

SPRACHE IM ALLTAG

Im Morgenkreis finden Gespräche, Dialoge, Interviews und mehr zur Sprachanregung statt. Kreisspiele, Bewegungsspiele, Fingerspiele, Lieder und Gedichte bereichern dieses gezielte Angebot. Im alltäglichen Tun wie in der selbstbestimmten Lernzeit, in Projekten, beim Bewegen oder Spielen im Freien bieten sich unablässig Sprachsituationen an.

SPRACHGRUPPE

Mehrere Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf werden von einer Erzieherin zusätzlich durch Sprachspiele, Erzählen, Memory und mehr gefördert. Diese Maßnahme wird im Rahmen des KOLIBRI-Förderprogrammes aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützt.

ERZÄHLWERKSTATT

Dank der „Unternehmensgruppe fischer“ konnte sich ein Großteil des pädagogischen Personals in der Erzählkunst weiterbilden. Dadurch erzählen wir viele Geschichten frei, spielen mit Trommeln zu Erzählungen, nutzen das Kamishibai, die Erzählschiene und mehr.

VORLESEPATIN

Eine ehemalige Erzieherin verbringt als Vorlesepatin wöchentlich einen Vormittag in der Einrichtung. Bilderbücher anschauen, vorlesen und nacherzählen von Geschichten motivieren die Kinder im Erzählraum zum sprachlichen Austausch.

NATURBEGEGNUNG/ UMWELT

WALDTAGE

„Eins, zwei, drei und vier, in unseren Wald da gehen wir!“

Unter diesem Motto marschieren die Kinder des Kindergartens St. Elisabeth in Altheim einzelne Tage am Vormittag bepackt mit Rucksackvesper in unser Waldstück in der Nähe des Sees. Nach gemeinsamem Vespern auf dem selbstgebauten Waldsofa werden fleißig Hütten gebaut, Tiere beobachtet und „Schätze“ gesammelt.

Diese Tage im Wald genießen die Kinder sehr und nutzen sie zum Forschen, zum Entdecken, zum Staunen, zum freien Bewegen und zum Klettern über Baumwurzeln oder Stämme.

EXKURSIONEN/ SPAZIERGÄNGE

Entsprechend den Projekten und Interessensgebieten der Kinder unternehmen wir Exkursionen innerhalb des Ortes und in der näheren Umgebung.

ACHTSAMER UMGANG MIT NATUR

Umweltschutz oder Themen wie „Meine Erde, unsere Erde – entdecken, forschen, schützen“ oder „Wie können wir Plastik im Alltag vermeiden“ sind bei uns im Alltag präsent (Zertifizierung Faire Kita).

Uns sind nachhaltige Verhaltensweisen in der Verantwortung der Umwelt gegenüber sehr wichtig, ebenso wie die Weckung der Sensibilität für Umweltthemen. Das Kennenlernen, Entdecken, Erforschen ist die Voraussetzung für die Erkenntnis, wie aufregend, spannend und voller Geheimnisse unsere Welt ist. So soll die Basis geschaffen werden, um die Notwendigkeit des Umweltschutzes zu verstehen. Die Kinder sollen erkennen, was ihr Anteil an Umweltverschmutzung und an Umweltschutz sein kann. Sowohl in Fair-trade-Projekten, als auch im Alltag finden dazu Gespräche statt. Auch stehen bei uns im Eingangsbereich Sammelboxen bereit: Die von missio ins Leben gerufene „Aktion Schutzengel“ hilft bereits seit 1999 weltweit Menschen in Not. Rund 200 Millionen ausgediente Handys liegen ungenutzt in deutschen Schubladen. Unter dem Motto „Handy spenden – Gutes tun“ können alte Handys im Eingangsbereich im Kindergarten in eine Box gelegt werden.

Wir beteiligen uns auch bei der Sammelaktion „Leere Druckerpatronen". Jede leere Tintendruckerpatrone oder Tonerkartusche darf bei uns im Kindergarten abgegeben werden. Neben dem Aspekt des Umweltschutzes, wird mit dieser Aktion gezielt unser Kindergarten unterstützt.

NATURWISSENSCHAFT UND TECHNIK

Zertifizierung: Technikfreundlicher Kindergarten Technolino

Seit 2009 sind die Kinder eifrig dabei, in vielen verschiedenen Bereichen zu experimentieren und zu forschen. Durch die großzügige Spende von Herrn Professor Klaus Fischer konnte dieses Technolino-Projekt in unserer Einrichtung umgesetzt werden. Es wird nachhaltig weiterhin mit den Kindern im naturwissenschaftlich-technischen Bereich experimentiert. Materialien wie Mikroskop, Kinderglobus, Pipetten, Spritzen und Petrischalen sind großzügig vorhanden. In unseren Räumen können die Kinder frei oder nach Anleitung forschen und ihre Welt entdecken. Sie verstehen die Vorgänge nur durch ihr eigenes Handeln, nur indem sie es selbst erfahren und erleben, können sie es begreifen. Zudem beteiligen wir uns jährlich an der Aktion der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit einer Forscherwoche zum jährlich wechselnden Aktionsthema.

„Wenn ich ans Erfinden geh, bin ich wieder ein Kind.“ Artur Fischer (31.12.1919-27.01.2016)

„Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass es mich tun und ich verstehe“ (Konfuzius)

MATHEMATIK IN UNSERER EINRICHTUNG

Mathematik ist Rhythmus, Musik, Tanz, steckt in Blumen, Früchten, Bäumen, in Häusern, in Tag und in der Nacht, in der Sonne, in den Sternen, in den Jahreszeiten und im ganzen Universum.

Die Kinder sollen die Welt der Mathematik als Welt der Figuren und Zahlen mit ihren Eigenschaften und Mustern entdecken: beim Würfelspiel, beim Tischdecken, beim Bauen und Konstruieren, beim Sortieren von Buntstiften und Bauklötzen, beim Mustermalen, beim Berühren und Betrachten von Früchten und Blättern, beim Ausschneiden von Figuren und Erklimmen eines Klettergerüstes. Kinder erleben Mathematik täglich und in vielen Situationen. Sie begegnen Figuren, Formen, Mustern und Zahlen beim Einkauf, beim Kochen und Essen, beim Anziehen und natürlich im Spiel. Auch bei Fingerspielen, Abzählreimen, Singspielen und Zahlenliedern, Zählen von Freunden und Kuchenstücken und beim Umgang mit Geld machen Kinder mathematische Erfahrungen. Das Sortieren, Ordnen, Benennen und Beschreiben von Material wird ermöglicht und fördert mathematisch-naturwissenschaftliches Erleben und Denken. Folglich findet Mathematik immer wieder im Tagesablauf statt.

EINANDER BEGEGNEN

Feste feiern

Im menschlichen Leben haben Feste und Feiern ihren festen Platz. Sie bilden Höhepunkte im Alltag und im Jahresablauf, vermitteln freudige Erlebnisse und fördern und stärken die Persönlichkeit und die Gemeinschaft. Die Kinder erleben bei uns Feste mit religiösem Inhalt und traditionelle Feste im Jahreskreis. Diese können im Rahmen der einzelnen Gruppen, aller Kinder in unserer Einrichtung oder auch mit den Eltern und Großeltern stattfinden.

Geburtstage

Die Geburtstagsfeier ist für das einzelne Kind ein besonderer Höhepunkt im Jahr. Das Kind steht im Mittelpunkt seiner Gruppe. Jede Gruppe gestaltet diesen Tag individuell nach einem bestimmten Ritual. Hierbei gibt es verschiedene Inhalte, z.B. die Klangschale anschlagen und die Schatzkiste öffnen lassen, mit Instrumenten dem Geburtstagskind ein Lied singen, auf dem Geburtstagsstuhl hoch leben lassen etc. Besonders ist, dass jedes Geburtstagskind den Ablauf seiner Feier selbst bestimmen kann, also möchte es erst die Schatztruhe öffnen lassen oder mit Legematerialien seinen Geburtstagstisch von den anderen Kindern schmücken lassen.

KINDERRECHTE

Kindern zu ihrem Recht zu verhelfen, ist eines der vorrangigsten Ziele, die wir mit unserem Engagement verbinden. Welche Bedeutung und welche Orientierung und Vorgaben sie für die pädagogische Arbeit bieten, entnehmen wir dem Impuls- und Aktionspapier vom Verband KTK – Kinderrechte im Kindergarten. Richtlinien als Fahrplan und Wegweiser: Jedes Kind hat das Recht zu lernen, zu spielen, zu lachen, zu träumen, und zu lieben, anderer Ansicht zu sein, vorwärts zu kommen und sich zu verwirklichen

INTEGRATION/ INKLUSION

Das Team des Kindergartens Altheim fördert und betreut im Rahmen der personellen Möglichkeiten jedes Kind individuell. Kindern, die einer speziellen Förderung bedürfen, wird zusammen mit den Eltern und dem begleitenden Fachpersonal die Eingliederung ermöglicht, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen der Einrichtung entsprechen den besonderen Bedürfnissen der Kinder.

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